Giusi Grikus
Stellv. Heimleitung
Haus Lebensquelle


Tel: 0 77 20 / 99 58 9-18
Fax: 0 77 20 / 99 58 9-55
grikus@pflege-vs.de



Simone Baur
Pflegedienstleitung
Haus Lebensquelle


Tel: 0 77 20 / 99 58 9-60
Fax: 0 77 20 / 99 58 9-55
baur@pflege-vs.de



Gabriela Mink
Verwaltungsfachangestellte
Zuständigkeitsbereich
Abrechnung

Tel: 0 77 20 / 99 59 9-85
mink@pflege-vs.de

 

Herzlich Willkommen

Am Stadtrand von Schwenningen, umgeben von ursprünglicher Natur,
einem angelegten Garten mit Springbrunnen, Sitzmöglichkeiten im
Schatten und einer Terrasse mit Pergola.
Der Garten beherbergt auch einen kleinen Zoo mit Hühnern,
Hasen und Katzen.
So haben unsere Bewohner einen sehr abwechslungsreichen
Aufenthalt im Garten.

Unser Ziel ist es, unseren Bewohnern so lange wie möglich ein
selbständiges Leben zu ermöglichen.
Unser geschultes Pflegepersonal gibt Hilfestellung
bei alltäglichen Verrichtungen und fördert die vorhandenen Fähigkeiten.
In Zusammenarbeit mit Therapeuten, Ärzten und den Angehörigen sorgt
unser Personal dafür, dass unsere Philosophie gelebt wird.



Senioren aktiv bei den Vorbereitung fürs Mittagessen!
Mehr Bilder in unserer Galerie.


Sturzprophylaxe in unserem Haus als wichtiger Bestandteil
zur Erhaltung der Selbständigkeit. Weitere Bilder finden Sie in
unserer
Galerie.

  

Was bedeutet Freiheitsentzug - wichtige Informationen

Liebe Angehörige und Betroffene,

wir haben für Sie Informationen zusammengefasst, um Sie über das umstrittene
und heftig diskutierte
Thema Freiheitsentzug, zu informieren.


Freiheitsentzug ist nicht nur für den Menschen belastend, der dies an seinem eigenen Leib
erfährt, sondern auch für den Angehörigen, der plötzlich selbst vor die Entscheidung gestellt
wird, eine solche Maßnahme beantragen zu müssen. Meist weiß der Angehörige nicht, was
genau dies bedeutet und was alles in den Begriff „Freiheitsentzug“ fällt. Wir möchten Sie
daher etwas aufklären. Sehr wichtig zu wissen ist, dass sowohl der Richter des zuständigen
Amtsgerichtes als auch der MDK regelmäßig bei jedem einzelnen Bewohner überprüft, ob
eine solche Maßnahme tatsächlich notwendig oder auch weiterhin erforderlich ist. In unserem
Haus ist das Mitgefühl und die Sicherheit unserer Bewohner, sowie die Sorgfältigkeit unserer
Arbeit oberste Priorität. In Bezug auf freiheitsentziehenden Maßnahmen ist unser wichtigstes
Gebot: 

                          „Die Würde des Menschen ist unantastbar“

Und auch wenn dies so ist, sind besagte Maßnahmen manchmal unumgänglich. Wir als Ein-
richtung und auch Sie als Angehöriger / Bevollmächtigter sowie der Gesetzgeber, sind dazu
verpflichtet, den Betroffenen zu schützen damit er sich nicht selbst oder andere gefährdet.


Unsere Ziele hierbei sind:

  • Wenn irgend möglich, vermeiden wir eine entsprechende Maßnahme.
  • Die Würde des Bewohners bleibt trotz der freiheitsentziehenden
    Maßnahmen gewahrt.
  • Die unmittelbare Gefährdung der Gesundheit des Bewohners,
    von Mitbewohnern, Pflegekräften oder Dritten wird vermieden.
  • Es kommt zu keiner zusätzlichen Gefährdung des Bewohners
    durch die Fixierung selbst.
  • Jede durchgeführte freiheitsentziehende Maßnahme ist zu jedem
    Zeitpunkt begründet, dokumentiert und rechtlich unangreifbar.


Was ist Freiheitsentzug?

Unter freiheitsentziehende Maßnahmen fallen alle Handlungen, die die körperliche Bewe-
gungsfreiheit einschränken und nicht vom betroffenen Senioren eigenständig rückgängig
gemacht werden können. Freiheitsentzug ist eine besondere Form der Gewaltanwendung
und kann ungerechtfertigt mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden.


Wann wird eine richterliche Anordnung benötigt?


  • Bei krankheitsbedingter Eigen - oder Fremdgefährdung (Bsp. Demenzielle Erkrankung
    mit Weglauftendenz).
  • Bei Verabreichung von Psychopharmaka, um den Bewohner gezielt immobil zu machen.

 
Was gehört zu den Freiheitsentziehenden Maßnahmen?

  • Unterbringung in einem geschlossenen Bereich.
  • Fixierungsgurte und ähnliches im Bett oder im Rollstuhl.
  • Anbringen von Klemm- oder Rollstuhltisch
  • Abschließen von Türen
  • Begrenzung des Bewegungsspielraumes auf das eigene Zimmer,
    den Wohnbereich oder das Areal des Pflegeheimes
  • Nutzung von Trickschlössern, Einbau von Schließsystemen mit Chipkarten
  • Nutzung von Alarmsystemen, die jedes Entweichen eines Senioren melden,
    damit dieser am Ausgang abgefangen werden kann
  • Verabreichung von sedierenden Psychopharmaka
  • Dauerhaftes Feststellen der Rollstuhlbremse
  • Nutzung von Schlafsäcken, die nur durch die Pflegekräfte geöffnet werden können.
  • Nutzung von Ganzkörperkleidung (sog. "Strampler"),
    die den Senioren am Kotschmieren und ähnlichem hindern
  • Wegnahme von Kleidung, Schuhen oder anderen Hilfsmitteln,
    die für die Mobilität benötigt werden
  • Anwendung von körperlicher Gewalt
  • Nutzung von Drohungen oder anderem psychischen Druck

 

Wer darf Freiheitsentziehende Maßnahmen anordnen?

Das Vormundschaftsgericht ist die einzige Instanz zur Anordnung von freiheitsentziehenden
Maßnahmen. Weder Angehörige, Ärzte nochBetreuer haben das Recht, eine langfristige
Maßnahme anzuordnen, jedoch hat allein ein Betreuer oder Bevollmächtigter das Recht, einen
Antrag auf Freiheitsentzug zu stellen.
 


Wann liegt keine Freiheitsbeschränkung vor?

  • Wenn der Bewohner auf Grund seiner Erkrankung
    oder Behinderung nicht in der Lage ist, seinen
    Aufenthaltsort zu verändern oder auch der Wunsch dieses zu tun
    nicht vorhanden ist.
  • Bei Freiheitsentzug auf eigenen Wunsch, hierzu gehört beispielsweise:
  • Angst aus dem Bett zu fallen     (Wunsch: Hochfahren des Bettgitters)
  • Angst aus dem Rollstuhl zu fallen (Wunsch: Anbringen des Stuhlbauchgurts)

 

Sehr wichtig hierbei ist: Freiheitsentzug auf eigenen Wunsch ist nur so lange zulässig,
bis der Bewohner den Wunsch zurücknimmt.

 


ACHTUNG: Rechtfertigender Notstand gemäß § 34 StGB


Freiheitsbeschränkungen können ohne richterliche Entscheidung oder Prüfung zulässig sein,
wenn ein zu rechtfertigender Notstand vorliegt und es keine andere Alternative gibt. Wir wägen ab,
welche Gefahr besteht und prüfen, ob diese so gravierend ist, dass eine Zwangsmaßnahme un-
bedingt erforderlich ist. Die Maßnahme muss einen Ausnahmecharakter haben und darf nur für kurze
Zeit erfolgen.


Zu den oben genannten Ausnahmen gehören folgende Fälle:

  • Der Bewohner zeigt aggressives Verhalten gegen andere Personen.

  • Der Bewohner zeigt autoaggressives Verhalten, d. h. er richtet die Gewalt gegen sich selbst.

  • Es besteht die Gefahr eines Suizides

  • Der Bewohner würde ohne die Fixierung mutwillig Gegenstände beschädigen

  • Aufgrund von plötzlich eingetretenen Umständen ist die Sturzgefahr unakzeptabel hoch.
    Es besteht das Risiko, dass sich der Bewohner massive Verletzungen zuzieht.

 

Wir hoffen, dass Sie durch diese Informationen einen Einblick in diesen Bereich unserer Arbeit er-
halten haben. Und selbstverständlich stehen wir Ihnen für weitere Fragen jederzeit zur Verfügung.